Streik 2025/26

Hier möchten wir relevante Informationen zu den Streiks und Aktionen 2025 sammeln und dokumentieren:

Infos von der GPA:

https://www.gpa.at/kollektivvertrag/gesundheit-und-soziales/sozialwirtschaft-oesterreich/2026/kv-sozialwirtschaft–warnstreiks-in-vorbereitung

Neueste Beträge:

  • Betriebsversammlung unter freiem Himmel: ASB-WSD setzt starkes Zeichen am Schwarzenbergplatz


    Ein Freitag im Zeichen des Widerstands: Am 23. Januar 2026 um 9:00 Uhr morgens versammelten wir uns als ASB-WSD Belegschaft im Rahmen unserer Betriebsversammlung direkt am Wiener Schwarzenbergplatz. Inmitten der Stadt hielten wir unsere Betriebsversammlung ab – unter freiem Himmel und im direkten Schulterschluss mit der Aktion der Gewerkschaft GPA und weiteren Betrieben aus dem Wiener Sozialbereich.

    Vom Schwarzenbergplatz zur AK:
    Nachdem wir unsere internen Themen und Forderungen als ASB-WSD-Belegschaft besprochen hatten, gab es kein Halten mehr. Wir schlossen uns dem wachsenden Demonstrationszug der GPA an. Gemeinsam mit vielen anderen Betrieben und KollegInnen zogen wir die Prinz Eugen Straße hinauf.

    Vernetzung in der Arbeiterkammer:
    Unser Marsch endete bei der Arbeiterkammer (AK). Dort trafen wir im uns im Festsaal des Veranstaltungszentums mit weiteren Betriebsräten und Beschäftigten aus dem Sozialbereich und mit Partern:innen aus dem Bündniss gegen Sozialabbau SoWi_S0 Solidarischer Widerstand gegen Sozialabbau.

    Diese Vernetzung war das Herzstück des Tages: Zu sehen, dass wir vom ASB-WSD nicht allein stehen, sondern Teil einer breiten Bewegung für bessere Arbeitsbedingungen im gesamten SWÖ-Bereich sind.

  • Resolution für die BR-Konferenz

    im privaten Gesundheits- und Sozialbereich am 21.01.2026, aus betrieblichen Gründen haben wir es nicht zur Betriebsrät:innenkonferenz nach Graz geschafft, wir stehen aber inhaltlich voll hinter der Resolution.

    Alex und Michi

    Dem Sozial-, Gesundheits- und Bildungsbereich steht österreichweit ein massives Kürzungsprogramm bevor. Die Krise des Kapitalismus soll auf die schwächsten Teile der Gesellschaft abgewälzt werden. Die letzten Wochen waren geprägt von der Bekanntgabe umfassender Kürzungen in der Daseinsfürsorge, die uns über viele Jahre begleiten werden. Gleichzeitig werden in ganz Europa, auch in Österreich, unvorstellbare Summen in die Hochrüstung investiert und Steuern und Abgaben für Konzerne und Superreiche gesenkt. Es findet eine Umverteilung von unten nach oben statt, um die Profite der Reichen zu sichern. Dem gilt es aktiv etwas entgegenzusetzen, in den gerade stattfindenden KV-Verhandlungen und darüber hinaus. Nein zu Profitmacherei und schleichenden Privatisierungen im Gesundheits- und Sozialbereich – was wir brauchen ist eine öffentliche, aus finanzierte Daseinsfürsorge!

    Die bisher bekanntgegebenen Einsparungen betreffen sowohl die Angebote für Klient:innen/Kund:innen und deren Angehörige, als auch die Arbeitsbedingungen und überhaupt die Arbeitsplätze der Beschäftigten – sie treffen uns alle, im privaten wie öffentlichen Bereich!

    Es entsteht eine Dynamik und großer Wille gegen diesen Kahlschlag zu kämpfen. Dabei ist es nicht nur die Forderungen nach 4% Lohnerhöhung und 35-Stunden-Woche, die uns auf die Straße bringt, sondern das Bewusstsein, dass man sich gegen die Sparmaßnahmen zur Wehr setzen muss. Es geht um unsere Arbeitsbedingungen, aber auch um den Anspruch, den Menschen, die wir betreuen, pflegen und unterstützen, ein würdiges Leben zu ermöglichen.

    Daher ist der gewerkschaftliche und gesellschaftspolitische Kampf gegen diese Kürzungspolitik wichtiger denn je.

    Für unsere Anliegen gibt es große Solidarität in der Bevölkerung, das zeigen Tausende Menschen, die in Salzburg gegen die Abschaffung des Pflegebonus und in Wien im Zuge der KV-Verhandlungen zu Demonstrationen gemeinsam mit Beschäftigten auf die Straße gingen. In den Betrieben haben die Beschäftigten im Zuge der zwei Streikrunden bereits gezeigt, dass sie bereit sind, zu kämpfen. Das Potenzial ist groß. Das gilt es auszuweiten und mit anderen Branchen zu verbinden, wie beispielsweise der IT oder auch den (oberösterreichischen) Ordensspitälern, die sich ebenfalls auf Arbeitskämpfe vorbereiten, und weitere Branchen, die derzeit in KV-Verhandlungen sind, wie Caritas und Diakonie. Nutzen wir das Potential und kämpfen wir gemeinsam, im Zuge der KV-Verhandlungen und darüber hinaus!

    Zeigen wir unsere Stärke am nächsten Verhandlungstag!

    • Die bereits stattfindenden Streiks und Proteste müssen ausgeweitet werden, dazu braucht es sichtbare, öffentliche, große Demonstrationen, denen sich auch solidarische Menschen anschließen können. Solidarität ist unsere Waffe! Für einen gemeinsamen, öffentlichen Aktionstag in allen Bundesländern, mit Streiks und Demonstrationen, organisiert von GPA und vida unmittelbar vor der 6. Verhandlungsrunde. Für eine proaktive Einladung der Kolleg:innen der OÖ Ordensspitäler, der Diakonie, Caritas, der IT und aller solidarischer Menschen, auch in öffentlichen Presseaussendungen.
    • Kein Abschluss ohne Urabstimmung! Wir fordern eine Urabstimmung unter allen Kolleg:innen über die Verhandlungsergebnisse, bevor ein Abschluss unterzeichnet wird. Dass solche Abstimmungen durchaus möglich sind zeigen die Beispiele bei den Ordensspitälern, der AUA oder beim Bahn-KV.
    • Die Betriebsrät:innen des privat organisierten Sozial- und Gesundheitsbereichs stellen sich entschieden gegen die gerade stattfindende Kürzungspolitik!

    Die Betriebsrät:innen-Konferenz fordert, wie es auch Beschlusslage des GPA Bundesforums ist,  alle gewerkschaftlichen Gremien in der GPA, vida und den anderen Fachgewerkschaften und im ÖGB auf, gegen alle Kürzungen im Sozial-, Gesundheits- und Bildungssystem und gegen Lohnraub aktiv zu werden!

    Unterzeichnet von:   

    Betriebsrat- „Leben ohne Krankenhaus -LOK“,  Betriebsrat – „Bildung im Mittelpunkt-BIM“ , Betriebsrat-
    Wiener Assistenzgenossenschaft -WAG“ , Betriebsrat – ASB-WSD

  • Betriebsversammlung 23.01.2026

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    Unsere Situation hat sich seit November 2025 nicht verbessert. Noch immer gibt es keinen Abschluss des SWÖ-Kollektivvertrages, das heißt wir wissen nicht, wann wir eine Gehaltserhöhung und andere wichtige Verbesserungen bekommen.

    Gleichzeitig zieht die Wiener Stadtregierung ihre Kürzungspläne beinhart durch. Wir sind als ASB-WSD-Belegschaft davon sehr betroffen. Denn die Kürzungen treffen den Flüchtlingsbereich und den Wohnungslosenbereich ganz besonders. Wenn der Widerstand nicht stärker wird, müssen wir als Betriebsrat mit mehr Kürzungen und Kündigungen rechnen. Da überall massiv gekürzt wird, wird auch die Jobsuche für gekündigte Kolleg:innen immer schwerer. Argumente von Expert:innen und der Widerstand aus der Branche beeindrucken die Wiener Stadtregierung (bis jetzt) leider nicht. Scheinbar müssen wir lauter werden. 

    Wir versammeln uns am Freitag den 23. Jänner 2026 von 9:00 bis ca. 14:30.

    Wir treffen uns zu einer Betriebsversammlung, sprechen über die aktuellen Kürzungspläne und gehen auf die Straße. Wir beteiligen uns an einer gemeinsamen Versammlung mit vielen anderen Kolleg:innen aus dem Sozialbereich. Vor allem viele Belegschaften aus dem Behindertenbereich werden Tag zu einer gemeinsamen Betriebsversammlung nutzen. Für uns eine super Gelegenheit uns mit den Kolleg:innen auszutauschen und gemeinsame Aktionen zu planen.

    Geplanter Ablauf des 23.Jänner 2026:

    ·       >Wir starten am 23.1. um 09:00 beim Hochstrahlbrunnen am Schwarzenbergplatz. Wir beteiligen uns dort an einen Straßenaktion der Gewerkschaft der Privatangestellten – GPA.   

    b c>Ab. ca. 10:30 beteiligen wir uns an einer gemeinsamen Demonstration über die Prinz-Eugenstraße zum Veranstaltungszentrum der AK-Wien, in 1040 Theresianumgasse 16-18

    U> >Um ca. 11:15treffen wir uns beim Eingang zum Festsaal im Veranstaltungszentrum der Wiener Arbeiterkammer(Theresianumgasse 16-18)und starten einen internen ASB-WSD Belegschaftsaustauch. Dann können wir uns der allgemeinen Versammlung anschließen. 

    Wir schlagen insgesamt für die Zeit in der AK folgende Tagesordnung vor:  

    1. Begrüßung

    2. Ganz kurzer Input zu den Aktionen am 26.11., Warnstreik am 4.Dezember und Streik am 16. Dezember. Was war gut? Was war nicht gut? Was machen wir bald besser?   

    3. Gemeinsame Inputs und Einschätzungen der Auswirkungen, der Kürzungen auf uns als ASB-WSD-Belegschaft.

    4. Teilnahme an der gemeinsamen Versammlung mit anderen Kolleg:innen aus dem Sozialbereich

    5. Wenn wir möchten können wir uns vor Ort zum Abschluss nochmal als ASB-WSD-Belegschaft getrennt von den anderen versammeln und nächste Schritte beschließen.

    6. Voraussichtliches Ende 14:30  

    Es geht um die ausreichende Finanzierung des Sozialbereichs, um unsere Arbeitsplätze und unsere Bezahlung. Komm Hin!

    Solidarische Grüße,

    Michael Gehmacher

    für das Betriebsratsteam

    PS: Wir ersuchen Euch die angehängte Einladung gut sichtbar in Euren Einrichtungen auf zu hängen..